Tarotkarten Heldenreise

Hier stellen wir euch „unsere“ Tarotkarten vor!

Ein ganzer Tarotkarten Satz besteht aus 78 Karten. Die hier abgebildeten 22 Tarotkarten nennt man die große Arkana. Diese Tarotkarten stellen die Archetypen dar. Diese Archetypen sind die Grundstruckturen des Unterbewusstseins, dem wir alle mit unseren Vorstellungs- und Handlungsmustern unterworfen sind.

Die Beschreibung der 22 Tarotkarten der großen Arkana anhand der archetypischen Heldenreise

Tarotkarten für Zuhause

Für das Verständnis dieser 22 Tarotkarten, nehme ich euch mit auf die archetypische Heldenreise. Diese durchlaufen wir im Prinzip alle! An manchen Stellen bleiben wir stecken oder müssen Abschnitte des Weges erneut gehen, aber wenn wir bereit sind zu wachsen, dann stehen wir am Ende dieser Reise als strahlende Heldin oder starker Held da.

Beginnen tut diese in Mythen oft dargestellt Reise mit dem Narren. Er hat eine aufrichtige Seele, wie die eines Kindes. Sich der Gefahren völlig unbewusst wandert er offen und neugierig seines Weges. Sorglos und spontan lässt er sich gerne von allem und jedem mitreißen. Dumm ist er dennoch nicht, er hat einen gesunden Instinkt. Neugierig, naiv und aufgeschlossen beginnt die Heldin oder der Held seine Reise.

Magier und Hohepriesterin verkörpern das Überirdische, magische Kräfte, die Kontemplation, die Dualität und sind die himmlischen Eltern, die ihrer Heldin oder ihrem Helden auf dem Weg Prüfungen auferlegen, die gemeistert werden sollen. Dabei verkörpert der Magier das archetypisch Männliche und ist der direkte Gegenpol zur Hohepriesterin, die das archetypische Weibliche darstellt. Beide Pole sind in sich zum Ausgleich zu bringen und zu entwickeln.

Die irdische Mutter und der irdische Vater werden von der Herrscherin und dem Herrscher repräsentiert, wobei die Herrscherin das Prinzip der uneingeschränkten Fülle des Lebens symbolisiert und der Herrscher das ordnende und schützende Prinzip. Sie stehen für alle männlichen und weiblichen Urprinzipien im konkreten Leben. Auch die irdischen Eltern stellen unserer Heldin und unserem Helden ihre Aufgaben und fordern das Erwachsenwerden.

Das sind die Ausgangspunkte der Reise. Himmlische und irdische Eltern stellen ihrer Heldin oder ihrem Helden ihre Prüfungen und zeigen gleichzeitig das Ziel. Am Ende der Reise sollen alle irdischen-himmlischen und weiblichen-männlichen Anteile in einer Person vereint sein.

Der Hohepriester stellt die Ausbildung des Narren dar. Er nimmt die Erziehung in die Hand und bereitet aufs Leben vor. Das Gewissen wird ausgebildet um zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können. Die Erfahrungen die wir hier machen, schulen unser Empfinden für Gerechtigkeit und deren Notwendigkeit. Stellte der Narr die Kindheit dar, so ist der Hohepriester das Ende der Kindheit.

Sind wir über das Kindsein hinausgewachsen entsteht die Leidenschaft sich im Anderen wieder zu finden und der Wunsch nach Partnerschaft und Liebe. Dieses Verlangen finden wir in der Tarotkarte die Liebenden wieder. Ebenso kennzeichnet sie die Hingabebereitschaft und Leidenschaft die uns antreibt zu uns selbst zu finden, uns selbst zu verwirklichen und die uns nach der Erfüllung unserer Sehnsüchte streben lässt. Früher nannte man diese Tarotkarte auch die Entscheidung, den Leidenschaft für etwas oder jemanden zu entwickeln, heißt auch sich dafür zu entscheiden.

Hierfür müssen wir die Komfortzone des Heimes und der Familie verlassen. Hinaus in die Welt um Neues zu entdecken und erobern. Mit der Tarotkarte der Wagen, auch der große Aufbruch genannt wird dies dargestellt. Nun sind wir auf uns alleine gestellt und für uns alleine verantwortlich. Das Lenken des Wagens erfordert Geschicklichkeit und Spontanität mit dem Umgang von dem was auf uns zukommt. Nun werden wir ganz mit der Dualität konfrontiert um höhere Ziele und Ganzheit zu erlangen.

Die Erfahrungen die wir hierbei im Handeln machen, bringen ein Empfinden für Gerechtigkeit und deren Notwendigkeit hervor. Die Tarotkarte Gerechtigkeit zeigt die Ausbildung des Bewusstseins, des Verstandes und der Urteilskraft. Dies hilft uns für die Folgen unseres Tuns selbst aufzukommen.

Die Tarotkarte der Eremit steht für die Reifung unserer Person über Erkenntnisse die wir nur in der Einsamkeit und Abgeschiedenheit erlangen. Abseits des Trubels ohne Ablenkung ganz auf uns selbst konzentriert. Erkenntnisse die nicht durch unser Handeln, sondern durch Kontemplation zu gewinnen sind. An dieser Stelle weiß unsere Heldin oder unser Held nun, wer sie wirklich sind.

Diese Wissen um „wer wir sind und was wir wollen“ hilft uns beim Schicksalsrad. Diese Tarotkarte beinhaltet die Aufgabe sich dem Außen zu stellen. Nicht immer sind wir Herr der Lage und Unvorhergesehenes kommt von außen auf uns zu. Manchmal sind wir auf der abwärts schwingenden Seite des Rades und manchmal auf der aufschwingenden Seite des Rades. Dies heißt es zu erkennen und sich diesem an zu passen. Nutze immer den Schwung des Rades, gibt es hier für unsere Heldin oder unseren Helden zu lernen.

Dafür müssen wir oft mit unserem eigenen Animalischen ringen. Dies wird im Bild der Tarotkarte der Kraft deutlich. Die Zähmung der Triebnatur, des eigenen Schweinehundes den es zu überwinden gilt oder auch die liebevolle Annahme unserer eigenen Triebe und Wildheit.

Das ruft oft eine Krisensituation hervor! Was in der Tarotkarte der Hängende oder auch Gehängte dargestellt wird. Die Heldin oder der Held stecken fest in Vorstellungen und Wünschen gegenüber dem Leben. Dies passiert wenn sie sich selbst und den Weg, den sie zu gehen haben, verleugnen. Zumeist geht es darum bestimmte Dinge ein zu sehen und vor allem auch die Bereitschaft los zu lassen. Von Vorstellungen, Wünschen und auch Personen. Hierfür müssen die Heldin oder der Held in die eigene Unterwelt abtauchen und ihre Dämonen bekämpfen.

Als erstes begegnet uns in der Unterwelt der unvermeidliche Tod. Er steht für das „große Loslassen“ und ist unbestechlich. An diesem Punkt des Lebens müssen wir „Lebewohl“ sagen. Von Personen und ebenso vom kranken Ego, welches das Bewusstsein dominiert. Tun wir dies nicht, sind wir selber am Sterben. Diese Erfahrungen sind schmerzlich, erschreckend, beängstigend, haben aber immer einen bereinigenden und ebenso gebärenden Effekt. Dort wo losgelassen wird, entsteht Platz für Neues.

Der Engel der Mäßigkeit ist die Seelenführerin in der dunklen Unterwelt unserer Heldin und unseres Helden. Sie gibt Hinweise auf die Notwendigkeit der Mäßigung. Des Ausgleichs und Austauschs zwischen widerstrebenden Kräften. Dort wo ein rechtes Maß eingehalten wird, sprudelt das Leben in all seiner Herrlichkeit.

Doch auch der Teufel erscheint uns in der Unterwelt, er steckt in jedem von uns und will uns verführen. Er steht für die Illusionen die unsere Heldin oder unseren Helden blenden und gefangen halten. Die scheinbare Erfüllung der Sehsüchte erscheint hier als verführerische Fata Morgana, der oft blind gefolgt wird. Wir müssen aufpassen nicht Sklave unserer eigenen Trugbilder zu sein. Wenn wir den Ruf des Teufels folgen, verkaufen wir unsere Seele.

Das sich befreit aus der Unterwelt, den Fängen des Teufels, das Zerstören der Illusionen, wird durch den Fall des Turmes eingeläutet. Unsere vermeintlich Sicherheit gebenden Mauern brechen zusammen. Dies erlebt die Heldin und der Held zunächst als Katastrophe. Über das Feld von Trümmern muss sich ein Weg aus dem Chaos gebahnt werden.

Die Tarotkarte der Stern verheißt hier das Ziel unserer Reise, das zu erreichen gilt. Hier liegt unsere Zukunft, die Erfüllung unseres Selbst. Er ist leuchtender Wegweiser in der Dunkelheit der Nacht und führt unsere Heldin und unseren Helden aus der Unterwelt heraus.

Allerdings muss jetzt die Heldin und der Held die Rückreise in die äußere Welt angetreten. Dabei gilt es Ängste und das Grauen der Nacht zu überwinden. Konkret besteht das Problem, den dunklen Aspekt des Seins nicht zu verfallen und sich nicht in der Unterwelt zu verirren oder es sich dort gar bequem zu machen. Das gilt zu erkennen und nicht den Täuschungen zu unterliegen, es gebe eben nicht das Licht und man müsse für immer hier bleiben. Dies bedeutet die Tarotkarte der Mond.

Erreicht die Heldin oder der Held die Oberwelt und damit das Sonnenlicht wohlbehalten wieder, ist die gefährliche Reise durch die Unterwelt beendet. Das Leben darf gefeiert und in vollen Zügen genossen werden. Die Tarotkarte die Sonne ist Ausdruck großer Lebensfreude, Vitalität, Wärme und Zuversicht.

Haben wir die Lebensaufgaben sinnvoll gemeistert? Waren wir auf unserem Weg gerecht und liebend? Oder pflastern Leichen unseren Weg oder liegen verborgen in unserm Keller (Unterbewusstsein/Unterwelt)? Dies erfahren wir in der Phase die diese Tarotkarte zum Ausdruck bringt. Das (jüngste) Gericht! Hier wird unser Gewissen geprüft. Es ist Zeit sich selbst zu offenbaren und Vergebung zu suchen.

Erst wenn wir unsere Seele gereinigt haben, sind wir mit der Tarotkarte die Welt an unserem wahren Platz angekommen. Haben die Herausforderungen und Aufgaben gelöst, sind zu dem gereift was uns ausmacht und können sagen. „Hier gehöre ich hin, das bin ICH, in meiner eigenen Vollkommen.“ Erst die Tarotkarte die Welt stellt das endgültige Ziel der Reise der Heldin und des Helden dar, die letztendlich die Reise zur eigenen Vervollkommnung ist. Die Entwicklung zu einem Menschen, der sich sowohl seiner äußeren als auch seiner inneren Kräfte bewusst ist, und diese auch einsetzen kann.

So sind wir im Leben selber der Narr, der Magier, die Hohepriesterin, selber Mutter Herrscherin oder Vater Herrscher, finden uns in den Liebenden wieder, oder hängen fest wie der Gehängte, kommen mit unserer Unterwelt in Berührung und suchen nach unserem Stern und unserer Welt. Die Tarotkarten helfen uns zu verstehen wo wir gerade stehen und in welcher Entwicklungsphase wir uns befinden. Dabei können wir entsprechende Phasen immer und immer wieder durchlaufen.

Ich hoffe sehr, dass euch diese Geschichte als Inspiration sowohl für das eigene Leben als auch für die Interpretation der Tarotkarten der grossen Arkana helfen wird!

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