Saturn im Horoskop

Wofür steht der Saturn im Horoskop?

Regelung, Abgrenzung, Organisation und Konzentration

Der Saturn zeigt im Horoskop die Begrenzung von Außen an. Das Tierkreiszeichen in dem sich der Saturn befindet, zeigt die Art und Weise an. Will man wissen in welchem Lebensbereich mit Einschränkungen zu rechnen ist, so muss das entsprechende Haus berücksichtigt werden, in dem sich der Saturn befindet.

Erst 1781 wurde der Uranus entdeckt

Über Jahrhunderte hinweg arbeiteten Astrologen mit den bekannten sieben Himmelskörpern, bestehend aus unserer Sonne, dem Mond sowie den fünf Planeten unseres Sonnensystems: Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Erst 1781 wurde der Uranus entdeckt, 1846 der Neptun und zuletzt 1930 der Pluto. Da lange Zeit nur die fünf Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn bekannt waren, kristallisierte sich der Saturn als der Schicksalsplanet heraus, der vor allem mit negativen Ereignissen und Unglück in Verbindung gebracht wurde. Daher flößte der Saturn den Menschen Angst und Furcht ein und wurde als Unglücksplanet gesehen. Wenn das Schicksal sich in negativer Form wie Unglücke, Unfälle oder auch Tod und Kälte äußerte, so wurden diese Ereignisse dem Saturn zugeordnet. In alten Abbildungen wurde Saturn immer mit bösen Kreaturen, Mächten oder auch dem Sensenmann dargestellt. In der Vergangenheit wurde der Saturn als sehr düster und unbehaglich gesehen.

Bis zur Entdeckung von Uranus im Jahre 1781 bildete Saturn den Abschluss des Sonnensystems gegen die Weite des Universums. So ist der Saturn der letzte Planet, der mit dem Auge gesichtet werden kann. Damals wie heute wird er als „Hüter der Zeit“ bezeichnet.
Mit seinem Lauf durch den Tierkreis in 28 Jahren gehört er zu den langsam laufenden Planeten unseres Sonnensystems. Alles, was von Dauer war, was nur die Zeit lösen konnte, war und ist Saturn. Da er damals der äußerste Planet des Sonnensystems war, wurde er auch als Begrenzung der materiellen Welt unserer Erde gesehen. Doch das Bild des Saturns hat sich mit der Entdeckung von Uranus, Neptun und Pluto sehr gewandelt und wird heutzutage wesentlich differenzierter, aber auch positiver wahrgenommen. So wird der Saturn heute vielmehr als der weise Lehrer gesehen, der uns die Richtung des Lebensweges mit seinen zu bewältigenden Aufgaben vorgibt. Sofern wir den Lebensweg einhalten und die Aufgaben lösen, tritt der Saturn eher freundlich und uns wohlgesonnen in Erscheinung. Erst wenn wir uns undiszipliniert verhalten und über unsere Grenzen hinaus ausufern, zeigt sich dieser Planet von seiner strengen Seite, indem er uns in die Schranken weist und Disziplin von uns fordert.

Lässt man Demut, Bescheidenheit und ein bisschen Disziplin zu, kann man mit dem Saturn ganz gut leben. Er spielt heute vor allem eine tragende Rolle hinsichtlich der eigenen Berufung sowie Bestimmung, weshalb er auch mit Ehrgeiz und Ausdauer in Verbindung gebracht wird. Die Stellung des Saturns im Horoskop zeigt den Weg an, der gegangen werden soll. Manche Astrologen verbinden mit diesem Planeten auch die Altlasten aus der Vergangenheit der vorherigen Generation, die noch aufgearbeitet werden müssen. Doch in erster Linie gibt uns der Saturn die Leitplanken vor, wie wir uns in die Gesellschaft einzufügen haben. Dabei nimmt er weniger Rücksicht auf die persönlichen Wünsche, Emotionen oder Gefühle, sondern vielmehr auf die Sicherheit des gesamten Umfeldes.

Jeder ist ein Teil der Gesellschaft, weshalb er auch ein Stück Verpflichtung und Verantwortung mitträgt oder beisteuert. Der Saturn ist der Kontrolleur, der darauf achtet, dass diese Aufgaben bewältigt werden. Er schreitet jedoch erst dann ein, wenn etwas aus den Fugen geraten ist. Beispielsweise wenn jemand mit einem besonders großen Ego über sich hinauswachsen will und nur seinen persönlichen Interessen und Belangen nachkommt oder wenn jemand vergisst seine übergeordneten Aufgaben zu erledigen. Dann wird der Saturn, vor allem bei Transiten, aktiv und zeigt sich so schließlich in negativer Form durch Blockaden, Krisen oder sogar Krankheiten, womit ebenfalls die Grenzen aufgezeigt werden. Generell stellt Saturn als Transit im Geburtshoroskop Aufgaben an uns, die der Lösung von altem und belastendem Karma dienen.
Letztendlich ist er ein orientierter und weiser Lehrer, der uns immer wieder den Weg verdeutlicht, weshalb er ebenso als sehr positiv gesehen werden kann. Allerdings ist er hart in seinen Grenzen, wobei diese auch als Schutz des einzelnen und der sozialen Gesellschaft dienen, damit weder der einzelne noch die Gesellschaft ins Verderben oder den Abgrund stürzt. So ist der Saturn für Halt und Sicherheit zuständig.

Letztendlich stellt der Saturn die Begrenzung des einzelnen Individuums dar. Er zeigt, dass man als Mensch immer unvollkommen, unvollständig und letztendlich in seiner Form begrenzt sowie endlich ist. So manche Wünsche und Gefühle zielen eben auch weit über das Ziel hinaus, sodass ein Einschreiten des Saturns nur die logische Konsequenz ist, damit die Gemeinschaft oder Gesellschaft nicht in Gefahr gerät. Manchmal sind die persönlichen Wünsche und Ziele so groß, dass der Saturn fortlaufend ignoriert wird, was die Situation jedoch nicht besser macht, da sich die Altlasten bzw. Schulden nur auftürmen und nicht abgearbeitet werden. Vor allem vergisst der Saturn nicht und macht bei der nächsten Gelegenheit wieder auf sich aufmerksam.
Darüber hinaus symbolisiert der Saturn generell Macht, den Staat und das Gesetz.
So haben gerade Machthaber und Lehrer meist eine markante Saturnstellung, die auf einen ausdauernden Charakter hindeutet, der das Leben anpackt und große Mühen auf sich nimmt.

Saturn in den Sternzeichen

Wissenswertes über den Saturn

Der Saturn ist ca. 1,47 Mrd. km von der Sonne entfernt. Der Saturn ist von einem ausgedehnten System von Ringen umgeben. Ein Tag auf dem Saturn entspricht rund 10.5 Stunden irdischer Zeit. Seine Umlaufbahn um die Sonne vollzieht er in 29 Jahren 167 Tagen. Die dichte Atmosphäre des Saturns besteht im wesentlichen aus Wasserstoff und Helium. Die Oberflächentemperatur beträgt ca. – 139 Grad Celsius.

Astrologie: Übersicht

© Text by Benedikt Villinger

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